Tiere und Natur

  • Natur- und Artenschutz

    Mehr denn je ist es in der heutigen Zeit auch unsere Aufgabe, selbst als aktive Naturschutzpartner zu wirken, aber auch der Öffentlichkeit Wissen zu vermitteln und sie für wichtige Naturschutzthemen zu sensibilisieren. Unzählige Tierarten sind vom Aussterben bedroht. Wir nehmen deshalb die Chance wahr, neben dem Freizeitabenteuer auch Aufklärungszentrum zum Thema Naturschutz zu sein.

    Durch die naturnahe Gestaltung bietet ein Zoo nicht nur Lebensraum für seine exotischen Schützlinge. Auch viele einheimische Tiere fühlen sich zwischen und in den Gehegen wohl.

    Zudem stellen wir, in Zusammenarbeit mit der Vogelwarte Sempach, unseren einheimischen Vögeln Nistkästen zur Verfügung.

  • Säugetiere

    Säugetiere sind die uns Menschen wohl am besten bekannten Tiere. Dies obwohl sie mit ihren knapp 5’500 Arten weniger als 10 Prozent aller Wirbeltierarten ausmachen. Sie zeigen von der kleinen Spitzmaus über den riesigen Blauwal bis hin zu uns Menschen eine enorme Artenvielfalt.

    Den Namen erhalten sie durch die besondere Ernährungsweise der Jungtiere. Diese werden aus Brust- oder Bauchdrüsen der Mutter mit Milch gesäugt. Die meisten Säugetiere sind lebendgebärend, das heisst, die Keimlinge werden in der Gebärmutter durch unmittelbaren Stoffaustausch über den Mutterkuchen der Mutter ernährt.

    Säugetiere werden als die höchstentwickelten Lebewesen im Tierreich eingestuft, da ihr Grosshirn und ihre Sinnesorgane sehr weit entwickelt sind. Sie haben wie Vögel die Fähigkeit, ihre Körpertemperatur unabhängig von der Umgebungstemperatur konstant zu halten. Dadurch sind sie sehr anpassungsfähig und somit weltweit verbreitet. Sie besiedeln alle möglichen Lebensräume wie das Land, das Wasser und auch die Luft. Auch das Verhaltensspektrum der Säugetiere ist sehr breit. Es gibt sowohl tag- wie auch nachtaktive, einzeln oder in grossen Gruppen lebende Arten.

    Auf Grund ihrer grossen Flexibilität und Anpassungsfähigkeit ist es den Menschen über Jahrtausende gelungen, zahlreiche Säugetierarten zu domestizieren.

  • Vögel

    «Den Vogel erkennt man an seinen Federn.» Dieses Sprichwort ist richtig, denn dies ist das Merkmal, das die Klasse der Vögel von anderen Tieren unterscheidet. Innerhalb der Vögel sind Form und Grösse jedoch nicht so divers wie beispielsweise bei den Säugetieren. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich in der Anpassung an das Fliegen, was der weiteren Evolution der Vögel bestimmte Grenzen setzt.

    Viele anatomische Besonderheiten der Vögel sind Anpassungen an die Fortbewegung in der Luft. So dienen die hohlen, luftgefüllten Knochen als Gewichtsreduktion. Auch die konstante Körpertemperatur, die mit 38 bis 42 Grad Celsius höher ist als bei allen anderen Tieren, ist auf das energieaufwändige Fliegen zurückzuführen. Alle Vögel besitzen einen Schnabel aus Knochensubstanz ohne echte Zähne. Vögel leben meist monogam. Sie legen Eier zur Fortpflanzung und besitzen eine Kloake, das heisst, Eier, Urin und Kot gelangen durch eine gemeinsame Ausführöffnung nach aussen.

    Viele Vögel ziehen im Winter in südlichere Regionen, wo das Nahrungsangebot grösser ist. Manche besitzen sogar einen Magnetsinn, mit dem sie das Magnetfeld der Erde wahrnehmen und sich so orientieren können. Als Land- und Wasserbewohner sind Vögel über alle Erdteile und Weltmeere verbreitet. Heute leben rund 10’000 Vogelarten auf der Erde, von denen wohl viele noch unentdeckt sind.

  • Reptilien und Amphibien

    Die Kriechtiere oder Reptilien bilden eine Klasse der Wirbeltiere. Sie besitzen einen Schwanz, eine Haut mit Hornschuppen und meist vier Beine, die allerdings wie bei den Schlangen zurückgebildet sein können. Reptilien sind wechselwarm. Ihre Körpertemperatur entspricht der Temperatur ihrer Umgebung. Sie sind bei Kälte weniger aktiv und können ihren Wärmehaushalt nur regulieren, indem sie sich in der Sonne aufwärmen oder in schattige Plätzchen zurückziehen.

    Kriechtiere atmen durch Lungen. Sie legen Eier oder gebären lebende Jungtiere. Einige Reptilien leben seit über 200 Millionen Jahren fast unverändert auf der Erde und sind nahe verwandt mit den Dinosauriern.

    Lurche oder Amphibien waren die ersten vierbeinigen, landlebenden Wirbeltiere. Aus ihnen gingen Reptilien, Vögel und Säugetiere hervor. Meist leben sie in der Nähe von Gewässern, wo sie auch ihre Eier ablegen und das Larvenstadium durchlaufen. Als Larven besitzen Amphibien Kiemen, später als erwachsene Tiere atmen sie durch Lungen. Wie Reptilien sind Amphibien wechselwarme Tiere. Als Bewohner komplexer Biotope und aufgrund ihrer dünnen und durchlässigen Haut sind Amphibien besonders empfindlich gegenüber Umweltveränderungen.

    In der Schweiz sind 70 % aller Amphibienarten auf der Roten Liste der stark bedrohten Tierarten.

  • Fische und Wirbellose

    Mehr als die Hälfte der heute lebenden Wirbeltierarten sind Fische. Mit den anderen Wirbeltieren wie Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetieren haben sie vieles gemeinsam. In mancher Hinsicht unterscheiden sie sich aber vollkommen von anderen Tieren. Sie gliedern sich in die kieferlosen Fische und in zwei kiefertragende Gruppen, die Knorpelfische und die Knochenfische. Knorpelfische, zu denen Haie und Rochen gezählt werden, besitzen ein Knorpelskelett und haben keine Schwimmblase. Stattdessen sorgt eine grosse, fette Leber für den Auftrieb im Wasser. Ihre Kiemen sind nicht wie bei den Knochenfischen durch einen Kiemendeckel verdeckt. Knochenfische, zu denen die übrigen Fische gehören, haben ein Knochenskelett. Eine Schwimmblase ermöglicht ihnen das bewegungslose Schweben im Wasser.

    Als Wirbellose bezeichnet man alle Tiere ohne Wirbelsäule. Zu dieser Gruppe von Lebewesen gehört die Mehrzahl aller bekannten Tierarten. Innerhalb dieser Gruppe machen die Gliederfüsser die grösste Untergruppe aus. Rund 80 Prozent aller bekannten Tiere gehören dazu,beispielsweise die Insekten, Spinnen und Krebse. Im Gegensatz zu den Wirbeltieren besitzen Gliederfüsser ein Aussenskelett, welches aus Chitin besteht und einen harten Panzer bildet. Die einzelnen Glieder sind mit weichhäutigen Zwischenstücken verbunden. Beim Wachstum häuten sie sich.