Reptilien & Amphibien

Die Kriechtiere oder Reptilien bilden eine Klasse der Wirbeltiere. Sie besitzen einen Schwanz, eine Haut mit Hornschuppen und meist vier Beine, die allerdings wie bei den Schlangen zurückgebildet sein können. Reptilien sind wechselwarm. Ihre Körpertemperatur entspricht der Temperatur ihrer Umgebung. Sie sind bei Kälte weniger aktiv und können ihren Wärmehaushalt nur regulieren, indem sie sich in der Sonne aufwärmen oder in schattige Plätzchen zurückziehen.

Kriechtiere atmen durch Lungen. Sie legen Eier oder gebären lebende Jungtiere. Einige Reptilien leben seit über 200 Millionen Jahren fast unverändert auf der Erde und sind nahe verwandt mit den Dinosauriern.

Lurche oder Amphibien waren die ersten vierbeinigen, landlebenden Wirbeltiere. Aus ihnen gingen Reptilien, Vögel und Säugetiere hervor. Meist leben sie in der Nähe von Gewässern, wo sie auch ihre Eier ablegen und das Larvenstadium durchlaufen. Als Larven besitzen Amphibien Kiemen, später als erwachsene Tiere atmen sie durch Lungen. Wie Reptilien sind Amphibien wechselwarme Tiere. Als Bewohner komplexer Biotope und aufgrund ihrer dünnen und durchlässigen Haut sind Amphibien besonders empfindlich gegenüber Umweltveränderungen.

In der Schweiz sind 70 % aller Amphibienarten auf der Roten Liste der stark bedrohten Tierarten.